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24.01.08 13:51 Age: 348 days

ÖRK bittet um Gebete, Fürsprache und kirchliche Hilfe für die Menschen in Gaza

 

 

Vater und Kind auf der Straße eines Flüchtlingslagers in Gaza. Foto: Paul Jeffrey/ACT International

 

Die Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem und dem Heiligen Land rufen die internationale Gemeinschaft und den Staat Israel dazu auf, die gegenwärtige Blockade des Gazastreifens zu beenden, die in den vergangenen Tagen dazu geführt hatte, dass immer wieder die Stromversorgung unterbrochen war und immer weniger Medikamente, Treibstoff, Lebensmittel und anderen Waren Gaza erreichten.

 

Die Abriegelung des Gazastreifens habe effektiv eineinhalb Millionen Menschen ohne angemessene Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten eingesperrt, heißt es in der am Dienstag abgegebenen Erklärung. Die Kirchenoberhäupter heben hervor, bei dieser Maßnahme handele es sich um "eine rechtswidrige kollektive Bestrafung, einen unmoralischen Akt, der gegen das Naturrecht, die menschlichen Grundrechte und das Völkerrecht verstößt. Dies kann nicht mehr länger geduldet werden. Die Abriegelung des Gazastreifens sollte umgehend aufgehoben werden."

 

Die Erklärung appelliert an die Palästinenser, ihre Differenzen um der Bevölkerung im Gazastreifen willen beizulegen, und an Israel, verantwortlich zu handeln.

 

In einem gestern veröffentlichten Schreiben bittet der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pfarrer Dr. Samuel Kobia, die 347 Mitgliedskirchen des Rates in aller Welt, für ein Ende des Leids in Gaza zu beten und sich bei ihren Regierungen für die Bevölkerung von Gaza einzusetzen.

 

Kobia schreibt: "Rufen Sie Ihre Gemeinden, die Öffentlichkeit, Ihre Regierungen und Botschaften dazu auf, für eine Beendigung der Blockade und kollektiven Bestrafung und für einen ausgehandelten Waffenstillstand einzutreten."

 

Die Kirchen werden in dem Schreiben dringend gebeten, ihre Solidarität mit den Kirchen in Palästina zu bezeugen, indem sie die Arbeit der Kirchen vor Ort und von kirchlichen Hilfswerken wie Kirchen helfen gemeinsam (ACT) unterstützen. Kobia regt ferner dazu an, Solidaritätsbotschaften direkt an die Kirchen vor Ort zu senden.

 

 

Erklärung der Oberhäupter der Kirchen in Jerusalem (auf Englisch)

 

Schreiben des ÖRK-Generalsekretärs (auf Englisch)